Noch immer: War Is Over (If You Want It)

»So this is Christmas / And what have we done?
Another year over / and a new one just begun.«

In der Tat, es ist ein weiteres Jahr vergangen und erneut darf ein jeder in sich gehen und grübeln, was er oder sie im letzten Jahr so getrieben hat. Für heute möchte ich aber die geneigte Leserschaft in ihrer besinnlichen Stimmung das Weihnachtsfest genießen lassen.

And so this is Christmas
For weak and for strong
For rich and the poor ones
The world is so wrong
And so Happy Christmas
For black and for white
For yellow and red ones
Let’s stop all the fight

Den kompletten Text gibt es hier.

Ich wünsche der geneigten Leserschaft eine besinnliche Weihnachtszeit.

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Weiterhin: War is Over (If You Want It)

»So this is Christmas / And what have we done?
Another year over / and a new one just begun.«

In der Tat, es ist ein weiteres Jahr vergangen und erneut darf ein jeder in sich gehen und grübeln, was er oder sie im letzten Jahr so getrieben hat. Für heute möchte ich aber die geneigte Leserschaft in ihrer besinnlichen Stimmung das Weihnachtsfest genießen lassen.
Und da wir ja seit dem 21.12. in einer völlig neuen Ära leben und nun endlich alles ganz anders wird, sei auf diese Zeilen noch einmal besonders hingewiesen:

And so this is Christmas
For weak and for strong
For rich and the poor ones
The world is so wrong
And so Happy Christmas
For black and for white
For yellow and red ones
Let’s stop all the fight

Den kompletten Text gibt es hier.

Ich wünsche der geneigten Leserschaft eine besinnliche Weihnachtszeit.

Hannes Wader. Aus Gründen.

Und schon morgen soll ein großer Sturm aufkommen
Und auch and’re wagen es herauszuschrei’n
Was sie beleidigt, alle Furcht vergessend
Und keinem bricht der Sturm das Zungenbein
Doch ihre Schreie packt er und die werden
Dann überall im Land zu hören sein.

Den ganzen Text gibt es hier.

Assoziationen überlasse ich wie immer ganz der geneigten Leserschaft, es sei einzig noch youtube-Nutzer Der05er zitiert:

Hannes Wader hören bedeutet für mich, die Hoffnung zu haben, dass die Menschheit noch nicht ganz verblödet ist.


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Immer noch: War Is Over. If You Want It.

„So this is Christmas / And what have we done?
Another year over / and a new one just begun.“

In der Tat, es ist ein weiteres Jahr vergangen und erneut darf ein jeder in sich gehen und grübeln, was er oder sie im letzten Jahr so getrieben hat. Für heute möchte ich aber die geneigte Leserschaft in ihrer besinnlichen Stimmung das Weihnachtsfest genießen lassen. Die allfällige Moralpredigt folgt dann in einer Woche. 😉
Allerdings scheinen mir diese Zeilen des alljährlich empfohlenen Weihnachtsleides im Jahr 2010 einer besonderen Erwähnung zu bedürfen:

And so this is Christmas
For weak and for strong
For rich and the poor ones
The world is so wrong
And so Happy Christmas
For black and for white
For yellow and red ones
Let’s stop all the fight

Den kompletten Text gibt es hier.

Ich wünsche der geneigten Leserschaft eine besinnliche Weihnachtszeit.

Re: Gachmurets dritte Kulturwoche: Musik

Musik: Zupfgeigenhansel

UPDATE 21.09.2010: Und der zweite Beitrag aus dem Februar (Erstpublikation am 02.02.2010).

Die Sechziger und Siebziger Jahre sind musikalisch von einer großen Folkwelle geprägt, die auch Deutschland erreichte. Hier wurde das Thema „Volkslied“ wieder neu interpretiert, es gab eine Wiederentdeckung alter Schätze, das Genre wurde aus dem Klammergriff von Schlagerindustrie und Schulmusikunterricht befreit. Tatsächlich gab es auf einmal ein breites Publikum, das bereit war, zuzuhören – die Singer-Songwriter hatten hier sozusagen die Schneise geschlagen.
Kurz: Der Zeitgeist war bereit.

Ein kleiner Exkurs noch:
Die Idee, daß es sehr viel mehr kreative Quellen gibt als die öffentliche Wahrnehmung weismachen will, scheint mir gerade heute höchst aktuell. Was dem einen die kanonisierte Volksliedvermittlung, sind dem anderen die Qualitätsmedien. Kreativität breiter Volksschichten gibt es nicht erst seit dem 21. Jahrhundert mit seinen Blogs, Onlinemagazinen und sozialen Plattformen. Die gab es schon immer. Und ebenso wie in allen Jahrhunderten früher wird es auch weiterhin großartige Werke geben, die nie beachtet werden und verschütt gehen, um vielleicht dereinst ausgegraben zu werden – zum Erstaunen späterer Generationen. Gut, back to topic.

Für mich persönlich verbindet sich mit „Volkslied“ zwangsläufig der seltsam harmonische Klang dieses Duos, handelt es sich dabei doch um eine ganz frühe Prägung (ich höre die nun schon seit gut und gerne 20 Jahren). Sie haben eine Frische und ein Einfühlungsvermögen, das ich so nirgenwo sonst wieder gehört habe (und Nein, liebe Liederjan-Fans, auch bei denen nicht 😉 ). Den Revoluzzer von Mühsam, zum Beispiel, könnte ich nicht vorlesen – die Melodie wäre zu prägnant im Kopf. Dabei geht es hier nicht um schönen Gesang im Sinne von technischer Reinheit, denn Volkslieder sind ja Lieder des Volkes. Und das hat keine BelCanto-Ausbildung. Es geht darum, ein Lied zu singen, seine Stimmung zu spüren und auszudrücken. Und das machten Zupfgeigenhansel in meinen Augen perfekt. Eine derart frische, lebendige Interpretation wünschte ich mir bei so etlichen anderen Darbietungen populärer Musik.

Zupfgeigenhansel interpretieren den Begriff „Volkslied“ denn auch etwas weiter als dies der akademische Diskurs tun würde, nicht selten finden sich vertonte Gedichte oder Texte aus dem Untergrund der nationalsozialistischen Zeit darunter. Die Themenvielfalt reicht mithin von den üblichen lüsternen Mönchen und Pfarrern über naive Bauerntöchter und frustrierte Soldaten (hier mal mit Musik) bis zu sehnsüchtigen Kindheitserinnerungen (ganz wunderbare Interpretation übrigens, die Heines großartige Kunst, im romantischen gewande böse zu spotten, hervorragend herüberbringt.) oder dem Suchen nach Hoffnung in dunkler Zeit.

Unglücklicherweise sind nicht allzu viele Tonbeispiele online auffindbar (also, zumindest für mich nicht), so daß einige meiner liebsten Stücke (wie eben das Heine-Lied) hier ungespielt bleiben müssen.
Aber, es genügt doch, um einen Eindruck zu bekommen und die unliebsten Stücke sind es auch nicht, die ich gefunden habe.
Weiterlesen »

Gachmurets zweite Kulturwoche: Radio

Radio: Japan-A-Radio

Es gibt Tage, da schalte ich einen ganzen Tag lang obigen Radiosender ein. Bevorzugt, wenn es Dinge zu räumen (zum Beispiel endlich mal die Belletristik nach dem Umzug wieder alphabetisiert werden soll) oder zu packen (für eine längere Reise, zum Beispiel) gilt oder der Frühjahrsputz ansteht.
Die japanische Kultur ist in höchstem Maße hybrid. Ob Schrift (chinesische Schriftzeichen), Religion (Buddhismus), oder HighTech – stets schien das Credo zu gelten: „Oh, feine Sache – aber das können wir noch besser machen.“
Und dieses Prinzip gilt auch für japanische Popmusik. Nicht zuletzt durch die US-amerikanischen Militärbasen und insbesondere deren Insassen kam die japanische Kultur mit westlicher Unterhaltungsmusik in Berührung. Und dachte sich: „Feine Sache das, aber das können wir noch besser machen.“ Das Phänomen, das dabei entstand, betiteln die üblichen Genre-Etiketten-Verteiler als J-Pop. Vereint sind dabei Elemente westlicher Musik (und zwar keineswegs nur hierzulande als U-Musik bezeichneter Werke), insbesondere Rhythmus und Instrumentierung, und fernöstliche Musiktraditionen.
Die Ergebnisse, die das zeitigt, sind vielfältig in Qualität und Ausdrucksformen, insbesondere, da die japanischen Unterhaltungskünstler auch vor anderen Stilrichtungen westlicher Musik nicht Halt machten. So gibt es eben auch J-Ska, J-Rock etc.
Ein Radiosender, der sich dieser Bandbreite annimmt, ist Japan-A-Radio.
Beim Einschalten sollte allerdings bedacht werden, daß Japan in einer Zeitzone liegt, die der unseren ca. 8 Stunden voraus ist. Das macht sich in der Musikauswahl bemerkbar. Abends um sieben gibt es also durchaus mal eher bombastisch-getragenes zu hören, weil dann selbst in Japan mal Ruhezeit ist, schon zwei Stunden später geht es dann aber gerne mal mit erheblich erhöhter Beatzahl zur Sache, weil es gilt, aufzustehen. Tagsüber ist das aber ansonsten kein größeres Problem und man kann prima zuhören. Im Windows-Media-Player zeigt der Stream auch die gespielten Titel an, bei itunes hat er das, zumindest bei mir, nicht.
Um das eine oder andere noch einmal zu verdeutlichen, hier ein paar Musikbeispiele.

Den Anfang macht eine Künstlerin, die, nachdem sie in Fernost bereits höchst etabliert ist, zur Zeit sehr stark in den USA vermarktet wird. Warum, sollte erkennbar sein:

Doch es geht auch anders. Utada Hikaru ist eine meine ausgesprochenen Lieblingskünstlerinnen, und zwar ganz allgemein gesprochen. Ihr Album „Deep River“ werde ich vielleicht gelegentlich noch einmal gesondert vorstellen. Für heute soll dieses Beispiel genügen:

Doch natürlich gibt es auch in Japan Casting-Shows. Allerdings finde ich die Ergebnisse sehr viel amüsanter als die hiesigen. Diese schräge, schrille, durchaus ausgeflippte Musik finde ich höchst erfrischend. Allerdings sei die geneigte Leserschaft gewarnt: Die meisten Menschen dürften es eher enervierend finde. Aber es gibt ja Stopp-Tasten:

(Dieses Video sah ich übrigens zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse)

Natürlich gibt es auch ruhigere Töne, hier mal ein Beispiel von Ayumi Hamasaki, das problemlos auch in hiesigen Radiostationen laufen könnte:

Es wird Zeit, mal eine etwas andere Note hereinzubringen. Die folgende Band läßt sich unter J-Ska einsortieren. Und klingt großartig.

Yum!Yum!Orange lohnen eine intensivere Beschäftigung, die machen nämlich Riesenspaß:

Wer annahm, Streetpunk sei tot, kennt die umfangreiche japanische RockSzene nicht. Auch wenn die japanischen Spielarten Puristen wohl eher nicht zusagen werden, denn, wie gesagt, die japanische Kultur ist höchst hybrid. Hier mal die Band B-Dash:

Breiten Raum im J-Pop nehmen natürlich Filmmusiken ein. Und die klingen nicht selten so:

(also im Wesentlichen: Nett. Oder, um mal wieder mit dem Hitchhikers Guide zu sprechen: Größtenteils harmlos.)

In Japan wird über alles und jeden gesungen. Es gibt Lieder über Milch, Fisch und natürlich auch zum Kochen. Wer tapfer ist und kein Problem mit extremer Niedlichkeit hat, kann sich gerne mal an diesem Kulturschock versuchen:

UPDATE: 28.03.2010: Leider finde ich keine vollständige Version mehr auf youtube, mußte das Video daher durch eine gekürzte Variante ersetzen. Aber ich denke, man bekommt auch so eine Vorstellung davon. 😉
Durchgehalten? Prima. Dann zum Abschluß noch ein Schmankerl, bei dem nun endgültig Grenzen überschritten werden. Hier vom J-Ska zum (Latin-)Jazz:

Wer mit all dem nichts anfangen kann, dessen Musikgeschmack ist vielleicht nicht passend zur heute vorgestellten Radiostation. Sollte dem ein oder anderen in der geneigten Leserschaft etwas gefallen haben – tune in. Es gilt, einen Musikkosmos zu entdecken. 😉