Gachmurets zweite Kulturwoche: Musik

Musik: The Beautiful South

Über britischen Humor, ja über die Eigenartigkeit der Briten generell wurden bereits regalmeterfüllend (oder, wie wir wohl bald schreiben müssen, um noch verstanden zu werden: gigabytespeicherfüllend) Texte geschrieben, nicht wenige, und gerade einige der besten, von Briten selbst.
Wahrscheinlich ist da auch etwas dran. Einer meiner gelegentlich angebrachten Redewendungen lautet: „Man sollte Menschen nie zu lange alleine lassen, die werden seltsam.“
Was ich seinerzeit auf Japan münzte, gilt durchaus auch für andere Inseln (die Briten haben sich ja die sonst für den interkulturellen Austausch üblichen Nachbarsbesuche seit 1066 immer wieder erfolgreich verbeten).
Diese These von der Eigenart britischer Kultur unterstützt auch die Bandgeschichte von „The Beautiful South“. Die Band ist nämlich ein rein britisches Phänomen. Im Vereinigten Königreich sehr populär und mit dementsprechenden in die Millionen gehenden Verkaufserfolgen, sieht es im Rest der Welt doch eher mau aus. Und das kann durchaus an den Texten liegen. Diese sagen nämlich nicht selten etwas völlig anderes aus, als die musikalische Umsetzung beim Mal-eben-nebenbei-hören zunächst vermuten ließe. Ganz im Gegenteil.
Nicht selten sind gerade ganz freundlich und nett daherkommende Liedchen in Wahrheit ätzende Abrechnungen, beispielsweise mit Spießertum oder Doppelmoral.
Freilich, dafür muß man zuhören und auch noch verstehen, was zumindest ein Erklärungsansatz für den nicht üppigen Erfolg im nichtenglischen Sprachraum sein könnte.
Es gibt viele Gründe, warum ich das Lied besonders schätze, mit dem ich der geneigten Leserschaft „The Beautiful South“ heute vorstellen möchte. Aber ich möchte euch nicht des Vergnügens berauben, unvoreingenommen zuzuhören.
Nur soviel: Ich hörte das Lied zum ersten Mal im ICE-Radio, so ganz nebenbei, ohne genau hinzuhören. Ihr dürft raten, an welcher Stelle ich stutzig wurde und genauer hinhörte.

P.S.: Als Anektode zum Schluß: 2007 lösten sich „The Beautiful South“ aufgrund „musikalischer Ähnlichkeiten“ auf. Finde ich ja very british. 😉

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